Tulpen: Farbenrausch und Irrtümer

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Farbenrausch IGA am Orientalischen Garten

Dem eiskalten Frühjahr sei Dank:
die Tulpen blühen endlich lang!

Wow, reimte sich von ganz alleine.

Kein Wunder, bei der Tulpen-Pracht in diesem Frühling, egal wohin man blickt, auf der IGA, auf Grünstreifen mitten im Verkehr und ja, auch in unserem Garten: auf wunderbar hohen Stengeln wiegen sie sich, erleuchten uns Beet und Tag

Und dabei mußten manche frühe sogar richtigen Frost überstehen, tapfere Blüher!

frierende Tulpen

Voller Spannung haben wir die ersten Knospen beobachtet. Werden sie so schön wie auf den Pflanzetiketten versprochen? Immerhin hatten wir sie direkt beim Besuch des berühmten Keukenhofs direkt bei holländischen Züchtern bestellt.

Soviel Geld hatte ich noch nie für Tulpenzwiebeln ausgegeben. Aber im Keukenhof sahen sie so fantastisch aus (Fotos ganz unten), davon wollte ich wenigstens einen schwachen Abglanz im eigenen Grün sehen.

Zuerst das Positive:

Nach den einfachen frühen Tulpen öffneten sich die gefüllten.

Papageientulpen?

Weithin leuchtende Farben:

Herrliche Triumphtulpen, wundervoll die Rembrandt favorit, die  Happy Generation und Akebono
frisch aus Holland

Unter „Irrtum“ abzulegen: gescheiterte Pflanzvarianten

1. Tulpen im Topf: Damit sie nicht unseren gefräßigen Wühlmäusen zum Opfer fallen – die sich bisher glücklicherweise nur in der Zaunrabatte und dem Nordbeet eingerichtet haben – folgte ich dem Tipp erfahrener Gärtner und steckte einige Sorten extra in große Töpfe. Mit dieser Methode sollte der „Wechselflor“ nach der Blüte schneller wieder aus dem Beet entfernt werden können.
Ergebnis: paar enttäuschend kümmerliche Blätter, mehr nicht. Bei Nachbarn gelang das Verfahren. Vielleicht lag es am zu mageren Substrat oder war es doch zu trocken im Topf?

2. Im Wühlmausbeet versenkte ich selbstgemachte Körbe aus Kaninchendraht, ordentlich geräumig, damit die Nager nicht von unten die Würzelchen abzupfen, und oben mit Draht abgedeckt. Hier konnte es weder an der Erde noch am Gießen liegen, die Bedingungen waren die gleichen wie die der frei ausgepflanzten Zwiebeln. Statt 10 trieben in diesen „Nestern“ aber nur eine oder zwei.

Mein Fazit: Zwiebeln nur noch im wühlmausfreien Bereich versenken – und reichlich düngen. Erstmals werde ich auch nach der Blüte düngen.

Sollte jemand einen Tipp für die Wühlmausecken haben, her damit.

Zum Schwärmen noch einige Fotos vom Keukenhof