Teich muss!

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Garten ohne Wasserflächen geht mal gar nicht. Da waren wir uns alle einig. Entschlossen haben wir uns 1997 eine „Wasserlandschaft“ gebastelt, mit einfachen Mitteln und geringstmöglichen Kosten (nach Hausbau war Ebbe in der Baukasse).

Also entschieden wir uns für

  • einen ovalen Folien-Teich, tiefste Stelle ungefähr 1,30m- Loch von Hand gebuddelt, gibt Muskeln!
  • mit „Bachzulauf“ – einer flachen Mulde, mit Folie ausgelegt, und breitem Überlauf in den Teich. Diese Schwelle wurde durch einfache Holzbohlen als  „Steg“ überdeckt. Per Pumpe sprudelt hier das Wasser aus dem Teich als „Quelle“ über flache Steine
  • hinter dem Teich schließt sich ein Sumpfbeet an, etwa 30 cm tief, Folie, aufgefüllt mit Sand und Baukies.
  • zwischen Teich und Sumpbeet liegt ein ca. 80cm breiter Holzsteg, gezimmert aus zwei Balken, Querbrettern, auf Steinen gelagert, um das Holz vor direkter Lage im Wasser zu schützen.

Die gewagte Konstruktion mit einfacher Teichfolie hat inzwischen 20 Jahre auf dem Buckel. Einige Holzbretter wurden erneuert, das Sumpfbeet bissel verkleinert, ansonsten hält alles noch dicht. Toi, toi, toi!

 

Pflanzen im Teich:
viele mißlungene Experimente, übrig blieben

weiße Seerose, leider seehr raumgreifend und schwer im Zaum zu halten,
rosa Seerose

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gelbe Sumpfschwertlilien, auch unverwüstlich,

eingeschlepptes Schilfrohr: echt gefährlich für die Folie, kommt immer wieder irgendwo ein Rest neu raus

im Flachwasser Wollgras, Gauklerblume, Wasserminze (tolles Teekraut!) Wiesenknöterich

trockener Teichrand: Chinaschilf bringt Höhe und glänzt als Solitär, besonders im Herbst eine Augenweide,


am „Bach“ hat der Schmetterlingsflieder Buddleja angustifolia die leider erfrorene davidii abgelöst, wirkt sogar natürlicher an diesem Platz, weil weidenähnlich.
Wie fast überall macht der Frauenmantel als Bodendecker eine gute Figur.

Der direkt angrenzende Carport wird duch Weigelie, Cornus und Kletterhortensie ganz gut verborgen.

Wie groß ist der Pflegeaufwand?
Viel geringer als für den Rasen! Im Frühjahr wie auf dem Staudenbeet die alten Pflanzen abschneiden, Blattreste abfischen und dann in Ruhe alles austreiben lassen.

Algen? Eigentlich kaum, nur wenn es ganz heiß ist im Sommer, dann keschere ich mal das grüne Schwabbelzeugs von der Oberfläche.

Reinigen? Im Frühjahr angle ich mit Rasenrechen und Kecher einen Teil der Blätter vom Herbst wieder raus, samt bissel Modder. In den ganzen 20 Jahren haben wir den Teich noch nie ausgeleert und gereinigt. Sicher ist unten ne Menge Modder, aber noch ist er im Gleichgewicht.

Und Spaß macht er immer, denn: er ist voller wildem Leben…. siehe Der Teich lebt.