Sieg über Sockenmonster: Ringelsocke gerettet!

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Im Kinderzimmer wohnen manch lustige Gesellen. Heute stellen sich vor:

Atze und Bolle – Berliner Socken

Icke dette kieke ma

als Socken kostümiert
Atze und Bolle

wir sin zwee Berlina

Atze werde ick jenannt

Als Bolle bin ick stadtbekannt

Wat wa beede so erlehm

wolln wa heute ma erzähln

 

Sieg über Sockenmonster

Teddy trägt wiedermal mit Stolz seine Lieblingssocke – als Shirt und Mütze. So schick kommt er gerade von einer langen Reise zurück.

Teddy mit Koffer
Teddy kommt nach Hause

Im wohlverdienten Schlummer nach der Anstrengung träumte er einen seltsamen Traum: seine Sockenmütze flog allein durch die Nacht und rief immerzu „Schwester wo bist Du? Schwester wo bist Du?“ bis sie ganz weit entfernt hinter einer großen Wolke verschwand.

Teddy wachte auf und hörte – ja was war das? „Schwester wo bist Du?“ und lautes Schluchzen. Im Mondschein sah er auf dem Fußboden seine Sockenmütze, daneben war aber noch etwas, was sich sogar bewegte. Etwa Gespenster? Er versteckte sich noch tiefer unter seiner Bettdecke, nur ein Ohr schaute noch raus. Da redete doch jemand? Gespenster können sprechen, na so was. Noch seltsamer war das, was er nun hörte:

Watt heulste hier rum, Kleene, nich ma nachts hat ma seine Ruhe.“

Ihr könnt mir ja doch nicht helfen, jammerte die Sockenmütze, „keiner kann mir helfen…“ und schluchzte weiter.

Nu, nu, ma sachte, Kleene, wat haste denne?“

Mir fehlte meine Schwester so sehr,“ stöhnte sie.

Wat for ne Schwester, seit wann ham Mützen denn Schwestern? Wunderten sich die Socken. Da erzählte sie ihre traurige Geschichte: Auch sie war früher eine Socke, eine süße kleine Ringelsocke. Und wie alle Socken waren auch sie ein Zwillingspaar.

Bei einer Wäsche verschwand aber plötzlich die Zwillingsschwester. Als die Waschmaschine aufging, war sie einfach nicht mehr da. Keiner hatte gesehen, wie sie verschwand. Nun war sie ganz einsam und noch schlimmer: kein Kind w

Teddy mit Sockenmütze

ollte sie mehr anziehen, mit nur einer Socke allein kann ja ein Kind nicht aus dem Haus gehen.

Weil aber in diesem Haushalt nicht einfach so etwas Hübsches wie die Ringelsocke weggeworfen wurde, durfte sie noch als neue Bekleidung den Teddy warmhalten. Das fand sie ganz nett, sie mag ihren Teddy sehr, aber besonders nachts sehne sie sich sooo sehr nach ihrer verschwundenen Schwester.

 

 

 

Die beiden großen Socken sahen sich an: „Eh, Atze, da müssn wa wat tun, dit is ja fast wie bei uns, wir ham ja ooch unsre Brüder in de Waschmaschine verlorn, Jut, dit is schon ewig her un wir ham Schwein jehabt und uns beede jefunden, sin jute Kumpel. Aber die Kleene hat ja nich ma een Kumpel, jeht ja jarnich, wa?“
Aber was nur könnte der Socke passiert sein? grübelten sie beide.

Weeste wat, Bolle, die Mama hier hat ma jesacht: da hat doch das Sockenmonster schon wieder zugeschlagen, wieder ist eine Socke weg. Also Sockenmonster klauen die Socken!!! Wir müssen die Sockenmonster aufspürn, vielleicht finden wa dann och die Schwester von der Kleenen.“

Die kleine Sockenmütze war ganz gerührt, daß die Großen ihr helfen wollten. „Aber das ist bestimmt gefährlich, Sockenmonster zu jagen“, gab sie zu bedenken. Ratlos sahen sich die drei an.
Jetzt hielt es Teddy nicht mehr aus unter seiner Bettdecke und mischte sich ein: „Liebe kleine Sockenmütze, ich wußte ja gar nicht, daß Du eine Schwester hast. Na klar helfe auch ich mit, sie zu finden. Und ihr beiden großen Socken, macht ihr mit, gehen wir zusammen auf Monsterjagd?“.

Na was denkt ihr: zwei freche Berliner Socken, werden die kneifen?

Natürlich nicht! Bloß wo sollen sie die Sockenmonster finden und dann auch noch verjagen?

Eisi, der kleine Eisbär

Wartet mal, ich frag mal meinen Freund Eisi, der ist schon lange hier im Haus, vielleicht weiß der was“. Eisi wurde geweckt und erfuhr die ganze Geschichte. „Hmm“, murmelte er noch ganz verschlafen, „wo sind Eure Geschwister verschwunden?“

 

 

In der Waschmaschine!“ sagten die drei im Chor. „Na klar, dort müssen wir sie suchen!“.

Aber was, wenn sie die Monster finden, wie sollen sie die verjagen?

Mit Wasser bespritzen, schlug Atze vor.

Nee, wird nücht bringen, die warn ja schon in der Waschmaschine im Wasser, die sin nich wasserscheu“ überlegte Bolle.

Ganz laut anschreien“, sagte Sockenmütze, sie fürchtet sich nämlich immer, wenn laut herumgeschrien wird.

Aber Eisi kannte sich aus: die Waschmaschine macht ja auch immer ganz schön laute Geräusche, da sind die Monster schon dran gewöhnt.

Oje, wie denn dann?  Was meint ihr, Kinder? Was macht ihr, wenn ihr euch im Kinderzimmer vor Gespenstern gruselt? Was hilft dagegen?

Richtig! Licht anmachen. Gespenster hassen Licht.

Und was hilft noch gegen Gespenster: Einfach auslachen! Das hassen Gespenster auch!

Teddy holte eine Taschenlampe herbei. Die beiden Teddys schlüpfen in die Socken hinein, damit sie nicht gleich erkannt werden. Als die beiden sich gegenseitig ansahen, erschraken sie voreinander, so gruselig sahen sie im Dunklen aus, nur die Augen leuchteten aus dem vielen Grau.

So verkleidet und bewaffnet schlichen sie los zum Bad, wo die Waschmaschine stand.

Mutig öffnete Teddy die Tür, nur einen kleinen Spalt weit.

Panik an der Kellertür
da raschelt und brummt was…

Leise, ganz leise schlüpften die vier durch den Spalt. Erschrocken blieben sie dicht hintereinander stehen. Ein Brummen und Scheppern war zu hören, jetzt hörten sie es ganz deutlich, es kam von der Waschmaschine.

Die Luke stand weit offen. Aber was war das: die Maschine drehte sich langsam und drinnen bewegte sich was.

Vorsichtig schlichen die vier näher und lugten hinein. Was war das: lauter dunkle Schattenbälle drehten sich scheppernd munter im Kreis.

Sockenmonster in der Waschmaschine
Sockenmonster

Und dort, da die eine, konnte das wahr sein? Ja wirklich, Teddy war sich ganz sicher, dieser Ball sah doch aus wie seine Mützensocke! Das gleiche Muster, das gleiche Bild, das war die Zwillingsschwester!

Da kam schon ein roter Sockenball heran gekullert „Hallo, ihr coolen Socken, wo bleibt ihr denn so lange, wir feiern alle schon, rein mit euch“ und hopste zurück in die Trommel zu den anderen.

unter Sockenmonstern

Jetzt gab es kein Zurück mehr. Teddy sprang mutig hinein und drückte auf den Knopf der Taschenlampe. Heller Lichtschein erleuchtete die ganze Waschmaschine.

Licht gegen Sockenmonster
Sockenmonster

Wild kullerten lauter bunte Sockenbälle übereinander und untereinander, ein einziges kunterbuntes Durcheinander.

Trotz ihrer Angst vor den Monstern mußten die Vier bei dem Anblick lachen, erst ein bisschen, dann immer lauter. Seltsames geschah in der Maschine: das Drehen hörte auf, die Monster schienen immer kleiner zu werden, bis sich nichts mehr in der Maschine bewegte. Nur die Socken lagen unbeweglich drin.

Monster geflohen
Die Monster sind weg!

Keine Spur mehr von Sockenmonstern, die waren wie weggeblasen – vom hellen Licht der Taschenlampen und bestimmt auch vom Lachen der vier mutigen Monsterjäger.

befreiung der Socken
schnell alle raus hier

Hastig griffen die Teddys nach den Socken und warfen sie alle aus der Maschine. So schnell sie konnten, sausten sie dann aus dem Bad hinaus, bevor womöglich die Monster zurückkamen.


Im Kinderzimmer wartete Sockenmütze schon auf sie. Kaum sah sie die vier mutigen Freunde, da jubelte sie auf: „meine Schwester, meine Schwester! Ihr habt meine Schwester gerettet.!“

Was für eine Wiedersehen, die beiden knuddelten und schmusten miteinander.

Ringelsocke findet Mützensocke süß

Nun aber alle ins Bett, verkündete Atze, das war genug Aufregung für heute nacht.

Am nächsten Morgen wurden alle im Haus von einem lauten Schrei geweckt. Die Mutter hatte die anderen geretteten Socken im Flur gefunden. Wie waren denn nur die Socken in den Flur gekommen. Die Teddys und die Berliner Socken schmunzelten. Manche Dinge muß man eben als Wunder einfach hinnehmen, zumal so angenehme.  Was für ein schöner Tag wurde das. Im Teddy-Haus fanden lange vereinsamte Socken wieder zu Paaren zusammen

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So viel Glück will natürlich gefeiert werden. In der nächsten Nacht gab es eine große Socken-Wiedersehens-Party.

Wenn also Eure Socken und Kuscheltiere früh mal völlig durcheinander liegen, war vielleicht auch bei Euch Sockenparty-Nacht!