Omas Stollenrezept – kein Weihnachten ohne Stollenbacken!

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selbstgemacht: Stollen
handschriftlich von Oma

Weihnachten ohne selbstgebackenen Stollen? In unserer Familie undenkbar!

Alle Jahre wieder wird 1-2 Wochen vor der Adventszeit gebacken, die Menge variiert nach gerade vorhandener Familiengröße. In Spitzenzeiten waren es acht Stück, jetzt bescheidene vier. Der nachlassende Verbrauch hängt wohl auch direkt mit der steigenden Menge an Weihnachtsplätzchen zusammen. Und da jedes Familienmitglied seine backen und servieren will, wurde der Stollen schleichend auf Platz 2 degradiert.

Aber nicht mit mir: ohne Stollen kein Fest. Punkt. Das schulde ich auch Oma, die das bestimmt jedes Jahr von ihrer Wolke aus genau kontrolliert.

Unsere Oma, also korrekt die Oma meines Göttergatten, hatte das Rezept von ihren Vorfahren aus Meißen mitgebracht, ist also garantiert ein ursächsisches, stammt laut Familiensaga ursprünglich von einem dortigen Bäckermeister!
Mitte der 70er durfte ich als „frischgebackene“ Schwiegerenkelin Oma über die Schulter gucken, bissel was zureichen, und – nach nur 6 Jahren Zugucken – das erste Mal selber backen, natürlich unter ihrer liebevollen Aufsicht.
Seitdem ist der  Stollen-Backtag traditionell ein Familientag: meist am Wochenende vor dem 1.Advent, damit  möglichst alle da sein können. Dem jeweils stärksten Mann der Familie kommt die Ehre des Knetens zu, der Staffelstab wurde inzwischen vom Papa an Sohnemann übergeben.

Tipp: Wenn gleichzeitig noch paar Plätzchen gebacken werden, sind alle gut beschäftigt.

Plätzchen backen

Natürlich kursieren im Netz Unmengen an Rezepten und Anleitungen, aber Tradition ist Tradition, da wird nicht experimentiert. Für dich habe ich unsere Backmethode samt rezept stollen schillingoma zum Ausdrucken zur Verfügung gestellt.

Was brauchst du vor allem: Zeit und Gelassenheit!
Gut Ding will Weile haben – das gilt beim Stollenbacken erst recht!

Schon in meiner weiteren sächsischen Familile sind die Rituale um den Stollen fast heilig – und wunderbar verschieden, mache es eben so, wie es zu euch passt:

Die Einen lassen die Köstlichkeit bis Heiligabend ruhen, die Anderen (wir!) halten nur bis 1. Advent durch.
Manche zuckern ihn gleich nach dem Buttern, andere erst vor dem Anschneiden.

Heißt es nun der Stollen oder die Stolle? Mir egal:

Ich wünsche gutes Gelingen! (Und würde mich über Feedback freuen)