Lieblings-Wander-Ort: Madeira

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Blumeninsel, Perle im Atlantik, schwimmender Garten, …. 

Ja, wir geben es zu: es ist unsere Trauminsel, wir schwärmen regelrecht von diesem Refugium mitten im Atlantik.
Das fängt schon beim Landeanflug an: diese grünen, aus dem Meer aufsteigenden Berghänge,
an denen die weißen Häuser mit ihren roten Dächern in der Sonne leuchten oder eben im Regenschauer glänzen….. Für die Piloten ist der Anflug immer noch eine Herausforderung trotz inzwischen verlängerter Landebahn, die Scherwinde an den Hängen sind nicht ohne.

Dann das erste tiefe Durchatmen beim Aussteigen: linde Luft, schmeichelnd, lieblich……
Bom dia, Madeira!

Wir erwandern uns ihre Naturschönheiten seit nun schon 20 Reisen, meist im Winter auf der Flucht vor Berlins Kälte.

Noch lange, lange nicht haben wir alles entdeckt, finden immer einen Grund zum Wiederkommen….

Das Entdecken machte uns dieses grüne Paradies wunderbar leicht:
man kann alles ganz individuell erreichen und erwandern. Gutes öffentliches Busnetz, günstige Mietwagen mieten und Fahren selbst ist easy (bis auf die Steigungen, da sollten es lieber paar PS mehr sein, und die Kreisverkehr-Regeln, die sind gewöhnungsbedürftig!!!)

Natürlich werden Rundfahrten jeder Art und Länge angeboten, auch geführte Wanderungen (gut zum Eingewöhnen), wir ziehen aber lieber alleine los.

Wir  sind sogenannte „Genußwanderer“, die Strecken wurden über die Jahre kürzer. Und vorher wird in den Wanderführer geguckt. Steht dort „Schwindelfreiheit erforderlich“, dann ist das nicht unsere Strecke. Das haben wir in den Bergen gelernt: so bequem es zunächst ist, an den Levadas (Wasserkanäle ) entlangzugehen, so krass sind für uns die Abgründe, an denen sie entlangführen. Da hilft nur: nicht überschätzen, umdrehen….

Auch so finden wir genug Spannendes mit Adrenalin-Garantie:

Und noch eine eiserne Regel für Unversehrtheit:

Fotografieren nur mit festem Stand, nie im Gehen! Da kann die Blume noch so leuchten oder die Eidechse winken.

Es ist nicht zu fassen, wie leichtsinnig manche Urlauber an Steilwänden langlatschen, da schießt mein Adrenalin hoch… Und oft muß die Bergwacht ausrücken, um diese Leute aus gefährlichem Gelände rauszuholen. Ich denk mal, in den Alpen auf Almwiesen ohne Abgrund wären sie vorsichtiger, oder?

Also Bergstiefel an und Verbotsschilder Ernst nehmen, die Madeirenser haben bestimmt mit Bedacht den einen oder anderen Weg gesperrt.

Manches Schild läßt uns aber doch grinsen:

Iiih, wer würde denn da baden wollen?

 

 

 

 

 

 

An der Levade Norte oben am Encumeada-Pass Richtung Folhadal, übrigens eine nette Strecke mit tollen Aussichten.

 

 

 

Noch ne Erfahrung: Immer Proviant und Wasser mitnehmen, auf den Wanderungen gibt es selten eine Einkehrmöglichkeit, sehr zum Leidwesen meines Göttergatten, der die Almhütten schmerzlich vermisst. Aber es hat sich schon viel in den letzten Jahren entwickelt, bestimmt wird es auch die irgendwann geben….. und die Brotzeit unterwegs in so wundervoller Umgebung ist immer ein Genuss!