IGA 2017 in Marzahn: Daumen hoch!

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Meine ganz persönliche IGA-Sicht:

Ich bin nicht gerade Fan Berliner Stadtpolitik. Aber diesmal macht sie mich richtig froh und des Lobes voll: Die Internationale GartenAusstellung nicht auf einer Totalbrache als rein temporäres Konzept zu gestalten, sondern die schon vorhandene „Gärten der Welt“ am östlichen Stadtrand Berlins als ihr Herzstück zu nehmen, das hat mich von der ersten Erwähnung an überzeugt. Dort wird ein wundervoller Gartenbestand modernisiert und das ringsum liegende Grünland samt Kienberg und Wuhletal zur Erholungslandschaft vom Feinsten durchgestaltet – zum Genuß der Besucher und als bleibender Schatz für die Berliner.

Echt dufte, würden die alten Berliner sagen: Schritt für Schritt macht ein für mich überzeugend professionelles Team um die Grün Berlin GmbH den Plan wahr. Klar bekamen die Macher auch hier Berliner Altlasten als Steine zwischen die Beine geworfen. Verseuchter Boden, der eigentlich nur aus Bauschutt bestehende Kienberg…. nichts für „Warmduscher“.

Und es wächst, was wachsen soll – die Gebäude, die Wege, die Gartenkabinette, der Park und vor allem tolle „Berliner Pflanzen“!

Besonders klasse finde ich, daß die IGA-Macher von Anfang an die Anwohner mit einbezogen haben. Ich habe selbst schon einige der kostenlosen Baustellenführungen mitgemacht. Die Nachfrage war rege, Gartenentusiasten aus ganz Berlin wollte sehen, was sich hier tut. Für manche war es das erste Mal, daß sie soweit ostwärts in Berlin fuhren. Staunend stellten sie fest, wie spannend die Gärten der Welt jetzt schon waren.  Marzahner dagegen schwelgten auf den Baustellentouren regelrecht in Jugenderinnerungen an Rodelpartien auf dem Kienberg und Familienfeste in den Gärten der Welt. Der eine oder andere hatte selbst auf dem „Berg“ in den 80ern Bäume gepflanzt. Ich übrigens auch!

Um so froher sind wir über die jetzige „Rettung“ des Kienbergs, der über die letzten Jahrzehnte fast völlig zugewuchert und kaum noch begehbar  war. Sogar viele der alten Obstbäume am südlichen Rand tragen noch und konnten mit in die Neugestaltung einbezogen werden.

Das Ausmaß der Umgestaltungen läßt einen schon staunen. Und daß die IGA auch für die alten Gärten der Welt wie ein sehr gelegen kommender Jungbrunnen wirkt, kann man jetzt schon ahnen. Danke, IGA-Planer!

 

Planen, Planieren, Powern, Pflanzen – es wächst und für Berlin ganz erstaunlich, im Plan!

 

alles über die IGA auf der offiziellen Seite:
https://iga-berlin-2017.de/

 

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