Ersatz für Hortensien – Ideensuche

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Härtetest für Pflanzen: ein schmaler Beetstreifen zwischen Haus und Zaun, vormittags im Schatten, sehr trockener Boden durch die große Ligusterhecke des Nachbarn.

Was passt da hin, liebe Fachleute?

Natürlich keine durstigen Sträucher! Was hab ich gepflanzt? Durstige Hortensien!

Zu meiner Verteidigung: als ich sie gepflanzt habe, gab es die Nachbarhecke noch nicht. Und ich hatte keine Lust, vor der Haustür ewig neu zu pflanzen und zu jäten.

Meine Idee:
Dauerblüher, möglichst auf Nasenhöhe
mit ordentlicher Höhe und Breite, nicht nur so Polsterbeete, die man beim Vorbeigehen fast übersieht.
In Bauerngärten hatte ich oft blühende Hortensienhecken vor der Haustür bewundert, dieses idyllische Bild wollte ich auch genießen auf dem Weg zur Haustür.

Klar brauchen die sauren Boden, also hab ich Rhodo-Erde reingeschaufelt.
Und sie sind gnädig mit mir, gedeihen einigermaßen, blühen auch einigermaßen, allerdings nur langweilig rosa bzw. pink.

Langsam aber sicher nerven sie mich mehr als sie mich erfreuen:
Wenn es nicht regnet….  zeigen sie ihren Durst sofort mit hängenden Blättern. Ich höre sie regelrecht nach Wassergaben schreien, wegen der Hecke nebenan immer öfter.

Kaltes Wasser aus dem Schlauch mögen sie schonmal nicht, also Kannen schleppen, bei 5 Sträuchern minimum 10! Die Nachbarhecke hab ich wieder mal mit gewässert, die schiebt ihre Wurzeln fröhlich zwischen die Hortensien, inzwischen ein einziger dichter Filz.

Und im Frühjahr zeigen erfrorenen Triebe mahnend auf mich, sie endlich Zweig um Zweig zu schneiden, natürlich ja nicht zu tief…..

Als ob das nun noch nicht genug wäre, lieben es unsere Wühlmäuse, unter den Büschen schön große Haufen aufzugraben, damit das Wasser noch schneller versickert.

Wo ich das so aufzähle, reift mein Entschluss immer mehr: wir trennen uns, die Zeit ist reif.

Natürlich werde ich einen neuen Platz für die inzwischen immerhin 20 Jahre alten Büsche suchen und sie liebevollst umsetzen. Eine darf in meinem Garten bleiben, ganz hinten im schattigen Nordbeet, wo es feuchter bleibt. Die anderen dürfen auf schön feuchten Lehm in den Garten meines Sohnes. Also wird im Frühjahr mal wieder gebuddelt. Aber was soll dann dort in dem trockenen Boden wachsen? Kampflos der Ligusterhecke überlassen kommt nicht in Frage. Grübel, grübel…..

Bis jetzt gesammelte Ideen:

die Europäische Eibe,Taxus baccata, weil sie so schön tief wurzelt und der Hecke wohl gut Paroli bieten könnte. Verlockend wäre, eine Bank draus zu schneiden. Und ich habe Stecklinge von meinen nachgezogen.
Nachteil: sie ist giftig, in allen Teilen!

Azaleen, die als Flachwurzler in mit Folie ausgelegte Mulden könnten, haben aber wundervoll leuchtende Blüten
Nachteil: blühen nur kurz, sehen dann staksig und langweilig aus.

Storchschnabel: geht immer, aber eben nur niedrige Polster
Nachteil: unsere Wühlmäuse lieben ihn, weil sie darunter so schöne Haufen wühlen können

Unsere Nachbarin hatte noch einen guten Vorschlag:
Erdbeerwiese mit Walderdbeeren. Hm, da gäb es noch was zum Naschen…

Also noch Geduld, ist noch nicht zu Ende gedacht. Mal sehen, wie die Fläche aussieht, wenn die Hortensien weg sind.

Nachtrag März 2017: sind weg!

 

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