Erstes Date im Frühling

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Mein Garten-Teddy langweilte sich schon seit Tagen, während ich jeden Sonnenstrahl nutzte, um durch die Beete zu wuseln.

Komm doch mit raus, lud ich ihn ein. Ach nö, ist doch noch voll öde im Garten, motzte er weiter.

Woher willst Du das wissen, vielleicht warten hier lauter Abenteuer auf dich? lockte ich ihn.

 

 

 

 

 

 

Mürrisch schlurfte er über die Terrasse und hockte sich vor die Primeln, die aufs Einpflanzen warten. Nix los, sag ich doch, seufzte er.

Wenige Augenblicke später hörte ich ihn panisch um Hilfe rufen. Erschrocken drehte ich mich um, beinahe hätte ich laut aufgelacht:
da hockte mein Teddybärchen weit oben auf dem Rankobelisken und starrte ängstlich nach unten:

„Da ist ein Ungeheuer, ganz gelb, da zwischen den Blumen, es starrt mich mit seinen schwarzen Augen an…“

Tatsächlich, was für ein Untier:
mein Gartenentchen hockte da zwischen den Blüten, vor Schrecken starr wegen dem plötzlich aufgetauchten Bären.

Und Teddy? Sein Schreck war wohl noch größer, so schnell wie er da hoch geklettert war!
Mir das Kichern mühsam verkneifend, stellte ich sie erst einmal einander vor: „Gartenschnattchen, das ist mein treuer Begleiter Garten-Teddy, Bärchen, das ist mein süßes Gartenentchen. Dem Bärchen war es sichtlich peinlich, daß er vor einem Entchen auf den Obelisken geflohen war. Bedächtig stieg er herunter und begrüßte das Entchen auf das Charmanteste.

Donnerwetter, wie nett der Kleine sein kann, wunderte ich mich und ließ die beiden diskret alleine.  Ab und zu schaute ich möglichst unauffällig hin. Was die sich wohl erzählten?

Aber nicht nur ich, auch die beiden Pantinen Paul und Ede hatten die ganze Szene beobachtet.

Sie amüsierten sich offenbar auch über die Beiden. Wenn schon neue Freunde, dann wollen wir auch dabei sein, beschlossen sie. Kurzerhand latschten sie den beiden hinterher:

„Hallo, Entchen, hallo, Bärchen, wir sind Paul und Ede, wollen wir zusammen einen Ausflug machen?“

Na, da ließen sich die beiden nicht lange bitten, kletterten hinein – mensch, echt bequem hier drin, staunte Entchen – und ab ging die Post.

Von weitem rief mir Teddy noch zu, daß ich nicht auf ihn warten solle, sie würden jetzt auf Entdeckungsreise gehen.

Bloß gut, daß ich mich auf meine Pantinen Paul und Ede verlassen kann, sonst würde ich mir jetzt doch Sorgen machen…..

 

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